Freitag, 23. Mai 2014
Die Wasserfälle von Iguazu
sinja93, 22:24h
Hallo meine lieben, treuen Leser!
Es gibt mal wieder Neues von einer neuen, kleinen Reise zu berichten.
Von Montag bis Donnerstag war ich mir die Wasserfälle von Iguazu anschauen, eines der beeindruckensten und schönsten Naturwunder der Welt!
Den ersten Tag habe ich auf der brasilianischen Seite verbracht, wo ich mich mit einem Freund aus Argentinien, den ich in Peru kennenlernte, getroffen habe. Dienstags dann sind wir uns die Wasserfälle von Brasilien aus anschauen gegangen. Das war schon sehr beeindruckend!



Danach ging es gleich weiter nach Puerto Iguazu, die kleine Stadt in Argentinien.
Das Hostel, das uns dort erwartete war der hammer: alles voller junger, reiselustiger Menschen aus der ganzen Welt. Wir haben viele neue Bekanntschaften gemacht und sind dann am Mittwoch mit einer Deutschen und einer Columbianerin die argentinische Seite der Wasserfälle besichtigen gegangen. 9 Stunden Fussmarsch, aber es hat sich gelohnt. Es war noch viel beeindruckender als schon der Tag zuvor. Man befindet sich viel näher an den Wasserfällen und teilweise nur einen Meter vom Abgrund entfernt.

Am Mittag haben wir eine Bootstour gemacht, die uns direkt in die Wasserfälle führte. Nach den 10 Minuten in dem Speedboot waren wir bis auf die Knochen durchnässt, und das obwohl wir alle die netten plastiktütenähnlichen Raincoats anhatten...
Aber spaßig war es natürlich, also hat es sich gelohnt, den Rest des Tages mit nasser Jeans herumzulaufen.
Der krönende Abschluss war die Besichtigung der berühmten "Garganta del Díablo" (der Rachen des Teufels).

Danach ging es glücklich und leicht erschöpft zurück ins Hostel. An Schlaf war jedoch nicht zu denken, wir haben gekocht und bis etwa um 4 Uhr morgens zu 10 zusammen gesessen und uns unterhalten und in den 30 Geburtstag eines russischen Polen, der gerade in Deutschland lebt reingefeiert. Man hat wirklich Menschen von überall kennengelernt.
Meinen Rückweg, den ich morgens um 7 bereits antreten musste, verbrachte ich also im Dämmerzustand. Viel mitbekommen habe ich davon nicht, aber ich kam wohl und zufrieden wieder in Asuncíon an, das innerhalb der wenigen Tage um mehr als 20 Grad abgekühlt hat. Jetzt ist eindeutig der Winter hier eingezogen.
Es gibt mal wieder Neues von einer neuen, kleinen Reise zu berichten.
Von Montag bis Donnerstag war ich mir die Wasserfälle von Iguazu anschauen, eines der beeindruckensten und schönsten Naturwunder der Welt!
Den ersten Tag habe ich auf der brasilianischen Seite verbracht, wo ich mich mit einem Freund aus Argentinien, den ich in Peru kennenlernte, getroffen habe. Dienstags dann sind wir uns die Wasserfälle von Brasilien aus anschauen gegangen. Das war schon sehr beeindruckend!



Danach ging es gleich weiter nach Puerto Iguazu, die kleine Stadt in Argentinien.
Das Hostel, das uns dort erwartete war der hammer: alles voller junger, reiselustiger Menschen aus der ganzen Welt. Wir haben viele neue Bekanntschaften gemacht und sind dann am Mittwoch mit einer Deutschen und einer Columbianerin die argentinische Seite der Wasserfälle besichtigen gegangen. 9 Stunden Fussmarsch, aber es hat sich gelohnt. Es war noch viel beeindruckender als schon der Tag zuvor. Man befindet sich viel näher an den Wasserfällen und teilweise nur einen Meter vom Abgrund entfernt.

Am Mittag haben wir eine Bootstour gemacht, die uns direkt in die Wasserfälle führte. Nach den 10 Minuten in dem Speedboot waren wir bis auf die Knochen durchnässt, und das obwohl wir alle die netten plastiktütenähnlichen Raincoats anhatten...
Aber spaßig war es natürlich, also hat es sich gelohnt, den Rest des Tages mit nasser Jeans herumzulaufen.
Der krönende Abschluss war die Besichtigung der berühmten "Garganta del Díablo" (der Rachen des Teufels).

Danach ging es glücklich und leicht erschöpft zurück ins Hostel. An Schlaf war jedoch nicht zu denken, wir haben gekocht und bis etwa um 4 Uhr morgens zu 10 zusammen gesessen und uns unterhalten und in den 30 Geburtstag eines russischen Polen, der gerade in Deutschland lebt reingefeiert. Man hat wirklich Menschen von überall kennengelernt.
Meinen Rückweg, den ich morgens um 7 bereits antreten musste, verbrachte ich also im Dämmerzustand. Viel mitbekommen habe ich davon nicht, aber ich kam wohl und zufrieden wieder in Asuncíon an, das innerhalb der wenigen Tage um mehr als 20 Grad abgekühlt hat. Jetzt ist eindeutig der Winter hier eingezogen.
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Freitag, 11. April 2014
Urlaub in Peru
sinja93, 03:04h
Mit dem großen Ziel, den Machu Picchu zu besteigen, ging es Ende der ersten Märzwoche mit einer Freundin endlich in den lang ersehnten und wohlverdienten Urlaub nach Peru. Eine Backpackerreise war geplant, oder eher ungeplant, und diese sollten wir auch bekommen.
Nachdem wir nach 12 Stunden Wartezeit im Flughafen von Buenos Aires dann endlich das zweite Flugzeug in Richtung Lima besteigen konnten, war von Müdigkeit nicht mehr viel zu spüren, die Aufregung hatte uns zu fest in der Hand.
Angekommen in Lima, war die erste Übernachtung in einem Hostal im Zentrum bereits gebucht.
Spektakulär war es nicht, aber für eine Nacht völlig ausreichend. Am kommenden Tag ging die Reise bereits weiter. 24 Stunden Busfahrt nach Cusco erwarteten uns. Wer Peru kennt, weiß, dass Busfahrzeiten nicht immer, sogar sehr selten, eingehalten werden, womit ich gleich vorgreife: Alle unsere Busfahrten haben länger gedauert, als angegeben.
Die Fahrt war angenehm und gemütlich, zumindest für 24 Stunden „sitzend liegen“.
Cusco hat uns sehr gut gefallen, am Tag unserer Ankunft erwartete uns der Karneval, was hieß wir wurden mit Wasserbomben beschmissen und mit Sprühschaum voll gesprüht.
Gleich am Tag darauf begann die am Abend zuvor gebuchte Tour nach Aguas Calientes, oder auch bekannt als Machu Picchu Dorf, von wo aus wir am nächsten Tag den berühmten Berg besteigen wollten.
Die Busfahrt dorthin dauerte 8 Stunden und führte über teils unbefestigte Straßen, die sich so schmal an den Bergen anschmiegten, dass ich nicht nur ein Mal die Befürchtung hatte, dass wir bald herunter fallen würden.
Angekommen in Hydroelectrica durften wir weitere 11 Kilometer laufen, um nach Aguas Calientes zu gelangen. Der Weg war wirklich schön, das heißt, die Natur dort ist einfach wunderschön und nachdem wir so lange Zeit saßen, waren wir recht froh darüber, etwas laufen zu dürfen, auch wenn die Luftfeuchtigkeit unerträglich hoch war.
In Aguas Calientes angekommen, haben wir sogleich die Zimmer bezogen und kurz darauf wurde uns unsere Zimmermitbewohnerin für diese eine Nacht, Olga aus Russland, vorgestellt.
Wir hatten einen netten Abend, den wir viel zu spät mit einem Pisco sour beendet haben, dafür, dass wir um 4 Uhr am Morgen bereits wieder aufstehen sollten, um den Berg zu besteigen.
Natürlich kam es, wie es kommen musste: der Wecker hat nicht geklingelt und beinahe hätten wir komplett verschlafen, wenn Olga nicht um 4.40 Uhr aufgewacht wäre.
Uns traf der Schlag, seit 10 Minuten sollten wir bereits auf dem Weg sein! Innerhalb kürzester Zeit waren wir auf den Beinen und bereit loszulaufen, wir waren so im Stress, dass wir uns nicht wirklich Gedanken gemacht haben, über die Kakerlake, die wir in Jessi´s Bett gefunden haben... danach jedoch schon, der Gedanke daran ist immer noch ekelhaft.
Unser Fehler war es, keine Taschenlampe eingepackt zu haben, sodass wir wohl oder übel die erste halbe Stunde in völliger Dunkelheit liefen.
Dass der Aufstieg, welcher eineinhalb Stunden benötigt, nur aus Treppenstufen besteht, wurde uns am Vorabend gesagt. Es war wirklich verdammt anstrengend! Vor allem, nachdem ich in den letzten Monaten so gut wie keinen Sport betrieben habe.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Wir hatten super gutes Wetter und die Inkaruinen sind einfach beeindruckend.
Den halben Tag verbrachten wir oben auf dem Berg, danach ging es an den Abstieg und zum Bus, der bereits in Hydroelectrica auf uns wartete, um uns zurück nach Cusco zu bringen.
Wir alle kamen fix und fertig in Cusco an, aber nehmen lassen haben wir uns nicht, den Abend bei einem Mitternachtsabendessen mit unseren neugewonnenen Freunden aus Chile ausklingen zu lassen.
Den Tag darauf verbrachten wir noch in Cusco, ein bisschen Artesania shoppen, und dann ging es auch schon weiter nach Puno, einer Stadt am Titicacasee.
Die Reise dorthin war sehr schön, da wir insgesamt 5 Halts machten, um uns eine Kirche, ein Museum und Ruinen anzuschauen, wobei wir zu allen Sehenswürdigkeiten eine Führung bekamen.
Die Stadt Puno an sich macht nicht viel her. Es ist kalt, da man sich auf 3.800m Höhe befindet und der See ist nicht wirklich in die Stadt integriert, sondern funktioniert alleine als Anlegestelle für die vielen Tourismusboote, welche die Inseln des Sees abfahren.
Nach der ersten Nacht in Puno haben wir auch schon unsere Seetour gemacht. Zuerst ging es zu den Uros, auch die schwimmenden Inseln genannt, da sie aus Schilf gemacht sind und auf welchen wirklich Menschen leben. Es war sehr beeindruckend und kalt...
Nachdem wir über das Leben der Menschen dort aufgeklärt wurden und eine Schilfbootfahrt gemacht hatten, ging es auch schon mit dem großen Tourboot weiter nach Taquile, eine der größeren Inseln im Titicacasee. Mitten im See, eine kleine Oase. Ich konnte kaum glauben, dass zwischen den zwei Inseln, die wir besuchten, nicht mehr als 2 Stunden Bootsfahrt liegen, aber es scheint, als wären es Welten.
Nachdem wir Puno am nächsten Tag wieder verlassen hatten, sind wir in Arequipa, eine der größten Städte Perus, angekommen.
Von dort aus haben wir unsere Canyontour in den Colca Canyon geplant und unternommen.
3 Tage Wandern stand an. Der erste Tag bestand darin, den Canyon entlang zu fahren und uns dann von oben 4 Stunden lang bergab in den Canyon zu begeben. Es war anstrengend, da der Weg sehr schmal und teilweise von Geröll überschüttet war. Unten angekommen, gab es erst einmal Mittagessen und Siesta. Eine Überraschung hielt die Unterkunft für uns bereit, ein Skorpion und diverse weitere Kriechtiere hatten sich in unserem Zimmer eingefunden, welches nicht wirklich Schutz bot.
Diese Nacht verbrachten wir alles andere als ruhig, obwohl wir den Schlaf gebraucht hätten.
Am zweiten Tag der Tour ging es 4 Stunden den Canyon entlang. Mal bergauf, mal bergab, aber immer in verschiedenen Klimaebenen, wie auf Grund der Vegetationsveränderungen zu schließen lies. Von Granatäpfeln, Avocados bis hin zu Feigen und Kaktusfeigen weiter oben, wuchs einfach alles und es schmeckte auch vorzüglich.
Angekommen in der zweiten Unterkunft, freuten sich alle auf den Pool, der mit kaltem Wasser uns empfing. Es war eine erfrischende Abkühlung und eine schöne Abwechslung zu dem vielen Laufen.

Der dritte Tag, der aus dem Aufstieg bestand, welchen man innerhalb 3 Stunden zu Fuß, oder in eineinhalb Stunden auf einem Muli, schaffen konnte, wurde von uns auf Mulis bezwungen. Wir hatten keine Lust uns 3 Stunden den Berg hoch zu quälen und danach so erledigt zu sein, dass nichts mehr geht. Beim Machu Picchu hatten wir bereits unsere Grenzen kennengelernt und der Canyon war um einiges höher.
Danach ging es zurück nach Arequipa, wo wir am nächsten Tag eine Stadttour machten und von dort aus dann auch weiter fuhren, zurück nach Lima, um unseren Flug nach Paraguay zu nehmen.
Doch das wurde leider nichts.
Wir saßen ahnungslos über Nacht im Bus, als dieser plötzlich stoppte. Und nicht nur das, der Bus wurde komplett aus gemacht.
Als ich mich mitten in der Nacht nach draußen begab, um Informationen zu bekommen, sah ich das Problem: Es gab Stau. Aber der Extraklasse.
Die Mineros aus Peru hatten die komplette Strecke bis nach Lima gesperrt und unter Beschlag genommen. Es gab kein Durchkommen. 40 Kilometer maß in etwa die Strecke der aneinander gereihten Busse und LKWs.
Unseren Flug hatten wir in Gedanken schon gestrichen. Ab und an kamen wir einige Meter voran, weil Straßensperren für kurze Zeit aufgehoben wurden, jedoch standen wir Freitagabend, nach 24 Stunden, noch immer und Samstagmorgen sollte unser Flug gehen. Trotz vieler Helfer, kamen wir nicht bis zu unserer Airline durch, um mitzuteilen, dass wir den Flug tauschen müssen. Wir blieben also mit der Angst, einen komplett neuen Flug kaufen zu müssen, mitten im Nirgendwo -links das Meer, rechts die Wüste und vor uns ein kleines Dort, mit viel zu hohen Preisen für Essen uns Trinken- liegen.
Die Hitze machte uns zu schaffen, Schatten gab es keinen. Nachdem wir am Samstagvormittag uns im Meer abgekühlt haben, kam endlich gegen Nachmittag die Reihe in Bewegung: die Sperre war für 2 Stunden aufgehoben. Alle Busse fuhren wie Bekloppte, um möglichst die nächsten Dörfer hinter sich zu lassen, damit sie vor der Gefahr weiterer Sperrungen davon kommen.
Wir haben es geschafft. Nach 52 Stunden im Bus kamen wir in der Nacht endlich in Lima an.
Am Tag darauf machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und dem Himmel sei Dank durften wir die Flüge wechseln, sie hatten Mitleid mit uns.
Die somit 2 weiteren Tage verbrachten wir in Lima an der Küste und genossen nach vielen Tagen der Kälte und Anstrengung, zwei Tage Wärme und Meer.
Es war der perfekte Abschluss, auch wenn er ungewollt und zwischenzeitig sehr nervenaufreibend für uns war.
Chau Perú, bis zum nächsten Mal.
Nachdem wir nach 12 Stunden Wartezeit im Flughafen von Buenos Aires dann endlich das zweite Flugzeug in Richtung Lima besteigen konnten, war von Müdigkeit nicht mehr viel zu spüren, die Aufregung hatte uns zu fest in der Hand.
Angekommen in Lima, war die erste Übernachtung in einem Hostal im Zentrum bereits gebucht.
Spektakulär war es nicht, aber für eine Nacht völlig ausreichend. Am kommenden Tag ging die Reise bereits weiter. 24 Stunden Busfahrt nach Cusco erwarteten uns. Wer Peru kennt, weiß, dass Busfahrzeiten nicht immer, sogar sehr selten, eingehalten werden, womit ich gleich vorgreife: Alle unsere Busfahrten haben länger gedauert, als angegeben.
Die Fahrt war angenehm und gemütlich, zumindest für 24 Stunden „sitzend liegen“.
Cusco hat uns sehr gut gefallen, am Tag unserer Ankunft erwartete uns der Karneval, was hieß wir wurden mit Wasserbomben beschmissen und mit Sprühschaum voll gesprüht.
Gleich am Tag darauf begann die am Abend zuvor gebuchte Tour nach Aguas Calientes, oder auch bekannt als Machu Picchu Dorf, von wo aus wir am nächsten Tag den berühmten Berg besteigen wollten.
Die Busfahrt dorthin dauerte 8 Stunden und führte über teils unbefestigte Straßen, die sich so schmal an den Bergen anschmiegten, dass ich nicht nur ein Mal die Befürchtung hatte, dass wir bald herunter fallen würden.
Angekommen in Hydroelectrica durften wir weitere 11 Kilometer laufen, um nach Aguas Calientes zu gelangen. Der Weg war wirklich schön, das heißt, die Natur dort ist einfach wunderschön und nachdem wir so lange Zeit saßen, waren wir recht froh darüber, etwas laufen zu dürfen, auch wenn die Luftfeuchtigkeit unerträglich hoch war.
In Aguas Calientes angekommen, haben wir sogleich die Zimmer bezogen und kurz darauf wurde uns unsere Zimmermitbewohnerin für diese eine Nacht, Olga aus Russland, vorgestellt.
Wir hatten einen netten Abend, den wir viel zu spät mit einem Pisco sour beendet haben, dafür, dass wir um 4 Uhr am Morgen bereits wieder aufstehen sollten, um den Berg zu besteigen.
Natürlich kam es, wie es kommen musste: der Wecker hat nicht geklingelt und beinahe hätten wir komplett verschlafen, wenn Olga nicht um 4.40 Uhr aufgewacht wäre.
Uns traf der Schlag, seit 10 Minuten sollten wir bereits auf dem Weg sein! Innerhalb kürzester Zeit waren wir auf den Beinen und bereit loszulaufen, wir waren so im Stress, dass wir uns nicht wirklich Gedanken gemacht haben, über die Kakerlake, die wir in Jessi´s Bett gefunden haben... danach jedoch schon, der Gedanke daran ist immer noch ekelhaft.
Unser Fehler war es, keine Taschenlampe eingepackt zu haben, sodass wir wohl oder übel die erste halbe Stunde in völliger Dunkelheit liefen.
Dass der Aufstieg, welcher eineinhalb Stunden benötigt, nur aus Treppenstufen besteht, wurde uns am Vorabend gesagt. Es war wirklich verdammt anstrengend! Vor allem, nachdem ich in den letzten Monaten so gut wie keinen Sport betrieben habe.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Wir hatten super gutes Wetter und die Inkaruinen sind einfach beeindruckend.
Den halben Tag verbrachten wir oben auf dem Berg, danach ging es an den Abstieg und zum Bus, der bereits in Hydroelectrica auf uns wartete, um uns zurück nach Cusco zu bringen.
Wir alle kamen fix und fertig in Cusco an, aber nehmen lassen haben wir uns nicht, den Abend bei einem Mitternachtsabendessen mit unseren neugewonnenen Freunden aus Chile ausklingen zu lassen.
Den Tag darauf verbrachten wir noch in Cusco, ein bisschen Artesania shoppen, und dann ging es auch schon weiter nach Puno, einer Stadt am Titicacasee.
Die Reise dorthin war sehr schön, da wir insgesamt 5 Halts machten, um uns eine Kirche, ein Museum und Ruinen anzuschauen, wobei wir zu allen Sehenswürdigkeiten eine Führung bekamen.
Die Stadt Puno an sich macht nicht viel her. Es ist kalt, da man sich auf 3.800m Höhe befindet und der See ist nicht wirklich in die Stadt integriert, sondern funktioniert alleine als Anlegestelle für die vielen Tourismusboote, welche die Inseln des Sees abfahren.
Nach der ersten Nacht in Puno haben wir auch schon unsere Seetour gemacht. Zuerst ging es zu den Uros, auch die schwimmenden Inseln genannt, da sie aus Schilf gemacht sind und auf welchen wirklich Menschen leben. Es war sehr beeindruckend und kalt...
Nachdem wir über das Leben der Menschen dort aufgeklärt wurden und eine Schilfbootfahrt gemacht hatten, ging es auch schon mit dem großen Tourboot weiter nach Taquile, eine der größeren Inseln im Titicacasee. Mitten im See, eine kleine Oase. Ich konnte kaum glauben, dass zwischen den zwei Inseln, die wir besuchten, nicht mehr als 2 Stunden Bootsfahrt liegen, aber es scheint, als wären es Welten.
Nachdem wir Puno am nächsten Tag wieder verlassen hatten, sind wir in Arequipa, eine der größten Städte Perus, angekommen.
Von dort aus haben wir unsere Canyontour in den Colca Canyon geplant und unternommen.
3 Tage Wandern stand an. Der erste Tag bestand darin, den Canyon entlang zu fahren und uns dann von oben 4 Stunden lang bergab in den Canyon zu begeben. Es war anstrengend, da der Weg sehr schmal und teilweise von Geröll überschüttet war. Unten angekommen, gab es erst einmal Mittagessen und Siesta. Eine Überraschung hielt die Unterkunft für uns bereit, ein Skorpion und diverse weitere Kriechtiere hatten sich in unserem Zimmer eingefunden, welches nicht wirklich Schutz bot.
Diese Nacht verbrachten wir alles andere als ruhig, obwohl wir den Schlaf gebraucht hätten.
Am zweiten Tag der Tour ging es 4 Stunden den Canyon entlang. Mal bergauf, mal bergab, aber immer in verschiedenen Klimaebenen, wie auf Grund der Vegetationsveränderungen zu schließen lies. Von Granatäpfeln, Avocados bis hin zu Feigen und Kaktusfeigen weiter oben, wuchs einfach alles und es schmeckte auch vorzüglich.
Angekommen in der zweiten Unterkunft, freuten sich alle auf den Pool, der mit kaltem Wasser uns empfing. Es war eine erfrischende Abkühlung und eine schöne Abwechslung zu dem vielen Laufen.

Der dritte Tag, der aus dem Aufstieg bestand, welchen man innerhalb 3 Stunden zu Fuß, oder in eineinhalb Stunden auf einem Muli, schaffen konnte, wurde von uns auf Mulis bezwungen. Wir hatten keine Lust uns 3 Stunden den Berg hoch zu quälen und danach so erledigt zu sein, dass nichts mehr geht. Beim Machu Picchu hatten wir bereits unsere Grenzen kennengelernt und der Canyon war um einiges höher.
Danach ging es zurück nach Arequipa, wo wir am nächsten Tag eine Stadttour machten und von dort aus dann auch weiter fuhren, zurück nach Lima, um unseren Flug nach Paraguay zu nehmen.
Doch das wurde leider nichts.
Wir saßen ahnungslos über Nacht im Bus, als dieser plötzlich stoppte. Und nicht nur das, der Bus wurde komplett aus gemacht.
Als ich mich mitten in der Nacht nach draußen begab, um Informationen zu bekommen, sah ich das Problem: Es gab Stau. Aber der Extraklasse.
Die Mineros aus Peru hatten die komplette Strecke bis nach Lima gesperrt und unter Beschlag genommen. Es gab kein Durchkommen. 40 Kilometer maß in etwa die Strecke der aneinander gereihten Busse und LKWs.
Unseren Flug hatten wir in Gedanken schon gestrichen. Ab und an kamen wir einige Meter voran, weil Straßensperren für kurze Zeit aufgehoben wurden, jedoch standen wir Freitagabend, nach 24 Stunden, noch immer und Samstagmorgen sollte unser Flug gehen. Trotz vieler Helfer, kamen wir nicht bis zu unserer Airline durch, um mitzuteilen, dass wir den Flug tauschen müssen. Wir blieben also mit der Angst, einen komplett neuen Flug kaufen zu müssen, mitten im Nirgendwo -links das Meer, rechts die Wüste und vor uns ein kleines Dort, mit viel zu hohen Preisen für Essen uns Trinken- liegen.
Die Hitze machte uns zu schaffen, Schatten gab es keinen. Nachdem wir am Samstagvormittag uns im Meer abgekühlt haben, kam endlich gegen Nachmittag die Reihe in Bewegung: die Sperre war für 2 Stunden aufgehoben. Alle Busse fuhren wie Bekloppte, um möglichst die nächsten Dörfer hinter sich zu lassen, damit sie vor der Gefahr weiterer Sperrungen davon kommen.
Wir haben es geschafft. Nach 52 Stunden im Bus kamen wir in der Nacht endlich in Lima an.
Am Tag darauf machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und dem Himmel sei Dank durften wir die Flüge wechseln, sie hatten Mitleid mit uns.
Die somit 2 weiteren Tage verbrachten wir in Lima an der Küste und genossen nach vielen Tagen der Kälte und Anstrengung, zwei Tage Wärme und Meer.
Es war der perfekte Abschluss, auch wenn er ungewollt und zwischenzeitig sehr nervenaufreibend für uns war.
Chau Perú, bis zum nächsten Mal.
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Montag, 31. März 2014
Ein Ausflug mit der ganzen Familie
sinja93, 19:25h
Der März begann mit einem Feiertag. Über das erste Märzwochenende beschloss demnach meine Gastfamilie, mir ein wenig Paraguay zu zeigen und über Nacht wegzufahren. Das Ziel: Die Dünen von San Cósme y San Damian.
Es ging also Samstag früh morgens los, alle Mann ins Auto und ab auf die Straße. Beinahe wäre daraus jedoch nicht geworden, da wir von einer Streife angehalten wurden, da der Gastvater bei durchgezogener Linie überholt hatte... aber das Land hier wäre nicht Paraguay, wenn man sich nicht doch mit etwas Geld freikaufen könnte. Nach diesem kleinen Zwischenfall ging es dann weiter. Wir kamen nach etwa fünfstündider Fahrt an, in einem Ort, der so klein und verlassen wirkte, dass ich unmöglich glauben konnte, dass es hier eine touristische Aktraktion der Extraklasse geben soll. Es war einfach extrem meschenleer und verschlafen. Natürlich war es, wie so oft, auch sehr heiß.
Am Mittag machten wir uns dann also auf, um zu den besagten Dünen zu kommen. Mit dem Boot ging es eineinhalb Stunden über den Stausee, dessen Namen ich leider wiede vergessen habe.
Als wir bei den Dünen, den riesigen Bergen aus Sand mitten im See, endlich ankamen, hatte es schon fast Urlaubsfeeling, vergleichbar mit Brasilien. In dem Wasser hätte man schwwimmen können, wenn wir Schwimmsachen dabei gehabt hätten und die Dünen erinnerten an die Sandstrände Brasiliens, so weich und fein ist der Sand.
Ein wirklich hübscher Fleck in Paraguay, den wir für einige Stunden genießen durften.
Danach haben wir eine der berühmten jesuitischen Ruinen besucht, welche auch in San Comse zu finden ist. Eine sehr gut erhaltene jesuitische Schule.
Am nächsten Tag ging es nach Carmen de Parana, einem weiteren kleinen Dorf, welches eine wundervolle Küste bestehend aus kilometerlangen Sandstränden am Parana. Danach sind wir der Vollständigkeit halber weiter gefahren bis nach Encarnación, damit ich die Stadt auch mal kennenlerne. Der Karneval war leider bereits seit einer Woche zuende, sodass ich diesen nicht mehr erlebte, aber immerhin habe ich die berühmte Küste Encarnacións zu Gesicht bekommen.
Danach machten wir uns wieder auf den Heimweg und kamen ganz müde am späten Abend zu Hause wieder an.
Hier noch einige Fotos zu dem schönsten Fleck Paraguays, den ich bisher kenne.


Es ging also Samstag früh morgens los, alle Mann ins Auto und ab auf die Straße. Beinahe wäre daraus jedoch nicht geworden, da wir von einer Streife angehalten wurden, da der Gastvater bei durchgezogener Linie überholt hatte... aber das Land hier wäre nicht Paraguay, wenn man sich nicht doch mit etwas Geld freikaufen könnte. Nach diesem kleinen Zwischenfall ging es dann weiter. Wir kamen nach etwa fünfstündider Fahrt an, in einem Ort, der so klein und verlassen wirkte, dass ich unmöglich glauben konnte, dass es hier eine touristische Aktraktion der Extraklasse geben soll. Es war einfach extrem meschenleer und verschlafen. Natürlich war es, wie so oft, auch sehr heiß.
Am Mittag machten wir uns dann also auf, um zu den besagten Dünen zu kommen. Mit dem Boot ging es eineinhalb Stunden über den Stausee, dessen Namen ich leider wiede vergessen habe.
Als wir bei den Dünen, den riesigen Bergen aus Sand mitten im See, endlich ankamen, hatte es schon fast Urlaubsfeeling, vergleichbar mit Brasilien. In dem Wasser hätte man schwwimmen können, wenn wir Schwimmsachen dabei gehabt hätten und die Dünen erinnerten an die Sandstrände Brasiliens, so weich und fein ist der Sand.
Ein wirklich hübscher Fleck in Paraguay, den wir für einige Stunden genießen durften.
Danach haben wir eine der berühmten jesuitischen Ruinen besucht, welche auch in San Comse zu finden ist. Eine sehr gut erhaltene jesuitische Schule.
Am nächsten Tag ging es nach Carmen de Parana, einem weiteren kleinen Dorf, welches eine wundervolle Küste bestehend aus kilometerlangen Sandstränden am Parana. Danach sind wir der Vollständigkeit halber weiter gefahren bis nach Encarnación, damit ich die Stadt auch mal kennenlerne. Der Karneval war leider bereits seit einer Woche zuende, sodass ich diesen nicht mehr erlebte, aber immerhin habe ich die berühmte Küste Encarnacións zu Gesicht bekommen.
Danach machten wir uns wieder auf den Heimweg und kamen ganz müde am späten Abend zu Hause wieder an.
Hier noch einige Fotos zu dem schönsten Fleck Paraguays, den ich bisher kenne.

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