Samstag, 24. August 2013
daily life
So langsam habe ich das Gefühl, mich hier eingelebt zu haben. Die Arbeit gefällt mir immer besser, klar gibt es Höhen und Tiefen, aber die Kinder sind mega süß, wenn man vom Karies absieht und dem Schmutz, der überall ist. Richtig unterhalten kann ich mich nur mit wenigen, da fast alle ausschließlich Guaraní sprechen, aber mit Händen und Füßen funktioniert alles.
Letztes Wochenende war voller Aktivitäten, dieses wird ähnlich. Ich habe kaum Zeit für Langeweile - an Wochenenden. Unter der Woche sieht das leider etwas anders aus. Da es hier um 6 Uhr dunkel wird ist der Tag sehr kurz und somit ist es beinahe unmöglich, noch Freunde nach der Arbeit zu treffen. Da ich bisher noch keinen Sport für mich gefunden habe, sind meine Abende eher langweilig, aber das wird sich auch bald ändern.
Etwas geschockt hat mich gestern, dass ich eins "meiner Kinder", die ich betreue und mit denen ich spiele, auf der Straße habe arbeiten sehen. Sie hat mich begrüßt, andere haben versucht sich zu verstecken, haben sich geschämt... ich wusste einfach gar nicht, wie ich reagieren soll. Die Kinder haben keine Chance, in die Schule zu gehen, bzw gehen in mein Projekt und bekommen Essen und Zuneigung, anstatt in der Schule zu sein und zu lernen und nachmittags sind sie arbeiten...
Ich denke, damit muss ich mich noch anfreunden, bzw es lernen hinzunehmen. Was ändern kann ich nicht.
Immerhin ist es schon mal ein gutes Zeichen, dass sie halbtags kommen, um sich wenigstens wenige Stunden wie Kinder verhalten zu können.

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Schock
auch der "Schock" wird zu deinem Alltagsleben übergehen. Jedenfalls ist es das (harte) Leben "deiner Kinder". Immerhin hat dich ein Mädel gegrüßt und die anderen werden die Scheu bzw. das Schamgefühl vor dir bestimmt auch noch verlieren. Ich würde, wenn du ihnen auf der Straße begegnest einfach zuwinken und sagen, dass du dich freust, sie morgen in der Berreuung wieder zu sehen. . .

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