Montag, 30. September 2013
Pläne vs Krankheit
sinja93, 00:33h
Hallo meine Lieben,
die letzten Wochen verliefen sehr unspektakulär, bis auf meinen Krankenhausbesuch letztes Wochenende auf Grund andauernden Fiebers und Magenkrämpfen.
Das Fieber wurde behandelt und ging auch schnell weg, die Krämpfe legten sich von alleine.
Dieses Wochenende war der Plan, bei der konstruktion von Techo teilzunehmen, eine NGo, die versucht die Armut in Lateinamerika zu senken, mit den Familien der Slums zusammenarbeitet und für sie unter anderem Häuser baut. Es sind kleine Holzhäuser, die an einem Wochenende von Freiwilligen mit der Hilfe der Familien errichtet werden. Dieses Wochenende war der Plan, eine dieser Freiwilligen zu sein und zum ersten Mal in meinem Leben ein Haus zu bauen.
Freitag Abend ging es los zur Sammelstelle und Anmeldung in einer Universität von wo aus wir in kleineren Gruppen zu den Schulen verfrachtet wurden, in denen wir die kommenden zwei Nächten schlafen sollten. Dort angekommen war schon längst dunkle Nacht- 12 Uhr, aber das ist normal, paraguayische Organisation braucht immer seine Zeit.
Nach einigen Erklärungen und dem ersten Kennenlernen, sind wir tot auf unsere Matratzen gefallen, um wenigstens 3-4 Stunden Schlaf zu bekommen, bevor es morgens um sech ans Aufstehen ging.
In Gruppen von 3 Leuten hat jeder seine Familie zugeteilt bekommen, für die wir das Haus bauen.Meine Familie war eigentlich nur ein Mann, der von seiner Mutter unterstütz wurde und beide uns auch geholfen haben, die Pfeiler, die später die Grundlage für den Boden bilden, in den Boden zu bekommen und auf gleicher Höhe einzubuddeln. Das ist wirklich harte Arbeit, vor allem, weil unser Platz ziemliches Gefälle hatte und der Boden sehr hart war und viele Wurzeln aufwies.
Aufgeben gibt es aber nicht und jeder arbeitet so schnell und viel wie er nur kann, damit die Familie am Sonntag Abend ihr Haus hat.
Gekocht hat die Mutter unsere jungen Mannes.
Einen Strich durch das tolle erlebnisreiche Wochenende haben mir Samstagnachmittag meine wiederkehrenden Magenkrämpfe gemacht, die so schlimm waren, dass ich vor Schmerzen nicht mehr reden konnte. Also landete ich wenig später in einem öffentlichen Krankenhaus in Limpio, ein Aufenhalt, den ich am liebsten nie gehabt hätte.
Soviel zu dem Krankenhaus: es gab nicht einmal Toilettenpapier und Seife auf den Toiletten und das einzoge, was mit mir gemacht wurde, war mich gleich an den Tropf zu hängen und mir Schmerzmittel zu verabbreichen, gegen diese ich auch noch allergisch reagiert habe, was alles nur schlimmer machte.
Bis ich dann um 22 Uhr entlassen wurde und zu einem privaten Krankenhaus in Asuncion gebracht wurde, wo auch meine Gasteltern auf mich warteten, verbrachte ich also viel Zeit auf meiner Liege in dem Notfallraum. Eine Diagnose hatte ich natürlich nicht, dafür aber wieder Magenschmerzen, sobald ich vom Tropf genommen wurde.
Schließlich fand der Arzt in Asuncion heraus, dass ich eine Magenentzündung habe und mit meinen verschriebenen Medikamenten geht es mir nun auch besser, aber mein Haus konnte ich leider nicht beenden, das musste mein Team ohne mich erledigen.
Techo jedoch kann ich nur empfehlen, ich werde mich wieder einschreiben, sobald sich wieder eine Konstruktion in meiner Nähe ankündigt. Und dieses Mal werde ich auch hoffentlich die Möglichkeit bekommen das Haus zu bauen und nicht nur die Vorbereitungen zu treffen.
So viel von mir und meinem ungewollten Krankenhausaufenthalt. Ich hoffe, euch geht es allen gut :)
die letzten Wochen verliefen sehr unspektakulär, bis auf meinen Krankenhausbesuch letztes Wochenende auf Grund andauernden Fiebers und Magenkrämpfen.
Das Fieber wurde behandelt und ging auch schnell weg, die Krämpfe legten sich von alleine.
Dieses Wochenende war der Plan, bei der konstruktion von Techo teilzunehmen, eine NGo, die versucht die Armut in Lateinamerika zu senken, mit den Familien der Slums zusammenarbeitet und für sie unter anderem Häuser baut. Es sind kleine Holzhäuser, die an einem Wochenende von Freiwilligen mit der Hilfe der Familien errichtet werden. Dieses Wochenende war der Plan, eine dieser Freiwilligen zu sein und zum ersten Mal in meinem Leben ein Haus zu bauen.
Freitag Abend ging es los zur Sammelstelle und Anmeldung in einer Universität von wo aus wir in kleineren Gruppen zu den Schulen verfrachtet wurden, in denen wir die kommenden zwei Nächten schlafen sollten. Dort angekommen war schon längst dunkle Nacht- 12 Uhr, aber das ist normal, paraguayische Organisation braucht immer seine Zeit.
Nach einigen Erklärungen und dem ersten Kennenlernen, sind wir tot auf unsere Matratzen gefallen, um wenigstens 3-4 Stunden Schlaf zu bekommen, bevor es morgens um sech ans Aufstehen ging.
In Gruppen von 3 Leuten hat jeder seine Familie zugeteilt bekommen, für die wir das Haus bauen.Meine Familie war eigentlich nur ein Mann, der von seiner Mutter unterstütz wurde und beide uns auch geholfen haben, die Pfeiler, die später die Grundlage für den Boden bilden, in den Boden zu bekommen und auf gleicher Höhe einzubuddeln. Das ist wirklich harte Arbeit, vor allem, weil unser Platz ziemliches Gefälle hatte und der Boden sehr hart war und viele Wurzeln aufwies.
Aufgeben gibt es aber nicht und jeder arbeitet so schnell und viel wie er nur kann, damit die Familie am Sonntag Abend ihr Haus hat.
Gekocht hat die Mutter unsere jungen Mannes.
Einen Strich durch das tolle erlebnisreiche Wochenende haben mir Samstagnachmittag meine wiederkehrenden Magenkrämpfe gemacht, die so schlimm waren, dass ich vor Schmerzen nicht mehr reden konnte. Also landete ich wenig später in einem öffentlichen Krankenhaus in Limpio, ein Aufenhalt, den ich am liebsten nie gehabt hätte.
Soviel zu dem Krankenhaus: es gab nicht einmal Toilettenpapier und Seife auf den Toiletten und das einzoge, was mit mir gemacht wurde, war mich gleich an den Tropf zu hängen und mir Schmerzmittel zu verabbreichen, gegen diese ich auch noch allergisch reagiert habe, was alles nur schlimmer machte.
Bis ich dann um 22 Uhr entlassen wurde und zu einem privaten Krankenhaus in Asuncion gebracht wurde, wo auch meine Gasteltern auf mich warteten, verbrachte ich also viel Zeit auf meiner Liege in dem Notfallraum. Eine Diagnose hatte ich natürlich nicht, dafür aber wieder Magenschmerzen, sobald ich vom Tropf genommen wurde.
Schließlich fand der Arzt in Asuncion heraus, dass ich eine Magenentzündung habe und mit meinen verschriebenen Medikamenten geht es mir nun auch besser, aber mein Haus konnte ich leider nicht beenden, das musste mein Team ohne mich erledigen.
Techo jedoch kann ich nur empfehlen, ich werde mich wieder einschreiben, sobald sich wieder eine Konstruktion in meiner Nähe ankündigt. Und dieses Mal werde ich auch hoffentlich die Möglichkeit bekommen das Haus zu bauen und nicht nur die Vorbereitungen zu treffen.
So viel von mir und meinem ungewollten Krankenhausaufenthalt. Ich hoffe, euch geht es allen gut :)
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